Fahrrad-Aktion vor Schulen

Am Dienstag, den 17. September 2019 berichtete das Murnauer Tagblatl im Lokalteil über die „Das Fahrrad braucht mehr Platz" Forderung des ADFC Garmisch-Partenkirchen:

Murnau - „Das Fahrrad braucht mehr Platz", lautet die zentrale Forderung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Garmisch-Partenkirchen. „Viele Eltern haben ein ungutes Gefühl, wenn sie ihre Kinder mit dem Rad zur Schule fahren lassen. Schuld daran sind meist fehlende, unsichere oder zugeparkte Radwege, aber auch zugeparkte Straßen durch immer mehr ,Elterntaxis"', erklart die Organisation in einer Pressemitteilung. Aus diesem Grund füllt der ADFC mit Unterstützung der Lokalpolitik sowie weiterer Helfer Brötchen-Tüten mit einem gesunden Snack und verteilt diese vor den Schulen an alle Kinder sowie Erwachsene, die trotzdem mit dem Rad zur Schule fahren. Nach dem Kreisort findet diese Aktion am morgigen Mittwoch auch in Murnau statt- und zwar ab 7.15 Uhr vor der Realschule, dem Staffelsee-Gymnasium und der Mittelschule."
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Shitstorm wegen Fahrrad-Schutzstreifen

Am Samstag, 14. September 2019 berichtete das Murnauer Tagblatt im Lokalteil über eine Podiumsdiskussion des ADFC im Kultur- und Tagungszentrum - Besuchern reicht Murnauer Konzept nicht aus.

"Murnau - Die Allianz der Radfahrer tagte unten im Mini-Münter-Raum. Draußen vor der Schiebetüre des Kultur- und Tagungszentrums parkten zehn Räder. Angesichts der 13 Gäste eine traumhafte Quote. Als dann Philipp Zehnder, der Murnauer Umwelt-Beauftragte, relativ bald von 17 Prozent Anteil der Fahrradfahrer am Verkehr im Ort sprach, präsentierte sich der Markt für kurze Zeit wie eine Radler-Oase. Diese Zahl hat der Markt bei einer Umfrage erforscht. „Wir stehen gut da", verkündet er.

Bayernweit liegt der Schnitt nur bei elf Prozent. Doch dieser Glanz wich schnell der Realität, die weit weniger strahlt. Ein Plus an 1300 Autos hat Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) im Vergleich zu 2009 notiert. Allein in Murnau. Er berichtete vom Shitstorm, der ihm im lnternet für den Schutzstreifen an der Sollerstraße - zwischen Gymnasium und Mittelschule - entgegenschlug. Die Online-Gemeinde bewarf ihn mit Spott und Kritik. Nun gibt es in Murnau aber auch den anderen, noch immer sehr kleinen Flügel, die Fraktion, die findet, dass bei weitem nicht genug für Radfahrer getan wird. Sie hat sich deutschlandweit im Fahrradclub ADFC organisiert, der im März auch im Landkreis eine Kreisgruppe gegründet hat. Bernhard Spitz aus Schwaigen leitet sie und lud zu einer Podiumsdiskussion, in der er mit vier Gästen über das Murnauer Radverkehrskonzept sprach. Den Zuhörern reicht der Katalog, 2018 vom Gemeinderat verabschiedet, mit seinen 16 Projekten bei Weitem nicht aus. Ambitioniertere Ziele vom 50-prozentigen Anteil an Radfahrern forderte eine. Auf nachahmenswerte Beispiele in Südtirol,Dänemark oder Schwaben verwiesen andere. Manche bestanden auf Fahrradstraßen statt der für Autofahrer wenig abschreckenden Schutzstreifen. Und selbstverständlich wünschte man sich endlich eine Schnellstraße nach Garmisch-Partenkirchen, die ihren Namen verdient und nicht wie ein Abenteuerpfad inklusive Schotterpiste daherkommt. Bei all den lobenswerten Ansätzen verdeutlichte der Abend jedoch vor allem, mit welchen Hindernissen es die Radfahrer in ihrem Kampf für ein besseres Morgen aufnehmen.

Als größte Hürden benannten die Gäste den Gemeinderat, das Straßenbauamt in Weilheim und all die gesetzlichen Vorschriften. Viele Träume bleiben Träume, weil der Landkreis und das Staatliche Bauamt über die großen Straßen entscheiden und nicht der Markt. Umwelt-Beauftragter Zehnder schoss gegen die Behörde: „lch habe das Gefühl, dass der Radverkehr dort eine untergeordnete Rolle spielt." Einen Umbau der Kreuzung am Tengelmann-Center, wie im Konzept vorgesehen, erachtet er etwa als unwahrscheinlich. Bürgermeister Beuting unterstützte ihn: „Sobald wir das Staatliche Bauamt dabei haben, wird das unkalkulierbar. Da sind fünfjahre nichts." Auch Fahrradstraßen werde es nicht geben. Die rechtlichen Grenzen sind nicht zu überwinden.

An Visionen mangelt es den Kämpfern nicht, sehr wohl aber an Unterstützern. Gerade 5O Mitglieder zählt Kreis-Chef Spitz. Moderator Georg Tinnefeld appellierte an die Zuhörer, Druck auf die Politik aufzubauen. Gerade in Zeiten des Wahlkampfes geschieht vieles auf magische Weise. „Gemeinsam kann man was erreichen", betonte er. Beschwerden, Anregungen, Wünsche mit freundlichen Grüßen ans Rathaus gerichtet braucht es. „Leute im Landkreis gehen nur auf die Straße, wenn es um den Neubau von Straßen geht. Das muss sich ändern", ergänzte Bürgermeister Beuting. Gewandelt hat sich der Ort immerhin an einigen Flecken. An der Kohlgruber Straße hat der Markt Furten markiert, Bordsteine abgesenkt und den Gehsteig für Radler freigegeben. Der Weg Richtung Garmisch-Partenkirchen entlang der Olympiastraße kommt breiter und heller daher. An der Soller- und Pechmannstraße pinselte man Schutzstreifen auf die Fahrbahn. Bis 2021 soll etwa die Hälfte des Konzepts umgesetzt sein. Ein Anfang, den die Gäste goutierten. Aber noch lange nicht genug."
ANDREAS MAYR


Frühstück für radelnde Schüler

Am Freitag, den 13. September 2019 berichtete das Murnauer Tagblatl im Lokalteil über die „Brötchen-Tüten-Aktionen“ des ADFC Garmisch-Partenkirchen:

"Der Verzicht auf Autos und andere motorisierte Gefährte auf dem Weg zur Schule muss belohnt werden. Aus diesem Grund hat der Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) an der St.-Irmengard-Schule in Garmisch-Partenkirchen eine Aktion organisiert. Jeder Schüler, der mit dem Radl unterwegs war, erhielt als Geschenk ein leckeres Frühstückspäckchen. Verteilt wurden diese vom (v.l.) Leiter der Realschule, Wolfgang Mühldörf, dem ADFC-Mitglied Stephan Thiel, dem Vize-Vorsitzenden des ADFC Kreisverbands, Thomas Wagner, und von Gymnasiumsschulleitung." Otmar Würl.red

 


Rad-Bewegung nimmt Fahrt auf


Die mobile Wende fest im Blick

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